Dienstag, 14. Februar 2012
Oberpfalz TV: Premiere POLT(ER)ABEND
Zu einem amüsanten POLT(ER)-Abend lädt das Landestheater Oberpfalz derzeit ein. Spielort ist die Kammerbühne der Regionalbibliothek Weiden. Texte von Gerhard Polt ohne das Original auf der Bühne werden dabei vom Ensemble des LTO in einer Szenencollage dargeboten. Mehr Informationen zum Stück unter www.landestheater-oberpfalz.de.
Montag, 13. Februar 2012
Castingwahn mit Grottenolm
(Der neue Tag - www.oberpfalznetz.de)
Witziger Polt(er)abend des Landestheaters Oberpfalz mit satirischen Sketchen von Gerhard Polt
Dieter Bohlen kann einpacken. Gegen dieses Trio verblasst jede Casting-Jury zur tranigen "Was bin ich"-Runde. Ohne Zweifel ist der optische Super-Gau der Gestalten, die sich im Sketch "Der Gebrauchslyriker" tummeln, der Hingucker schlechthin beim "Polt(er)abend" in der Regionalbibliothek. Doch die heitere Szenen-Collage mit Texten von Gerhard Polt taucht tief unter die Oberfläche in das Klärbecken der menschlichen Charakterzüge ein.
Feines Gespür
Das perfekt ausgestattete Setting erinnert an eine der unsäglichen Gesangsshows: Ein überkandidelter Produzent im Pailletten besetzten Shirt (Reinhard Kausler) debattiert mit einem zynischen Haudegen mit Vokuhila-Frisur (Rupert Grünbauer) darüber, wie man einen Bausparvertrag charttauglich besingt. Währenddessen kaut ein Tontechniker im Queen-T-Shirt (Gerhard Wölfel) apathisch seinen Kaugummi und ein Popsternchen (Doris Hofmann) versucht sich an ersten Starallüren. Eben typischer Polt-Humor.
Donnerstag, 2. Februar 2012
Der letzte Henker erzählt
(Rundschau Weiden)
Waldmünchen (rs)."3165 – Monolog eines Henkers" wird am 20. April um 20 Uhr in Waldmünchen, dem Wohnort des Autors Bernhard Setzwein, gastieren. Das Stück handelt in den 50er-Jahren und bietet eine monologisch-groteske Rückschau auf ein allzu wahres Leben des letzten bayerischen Henkers. Der auf wahren Begebenheiten basierende Monolog kam 2007 im "Waldsassener Kasten" in Weiden auf die Bühne – einem der vielen schauderhaften Wirkungsstätten des zweifelhaften Titelhelden.
Zweite Chance auf lustigen Abend
(Rundschau Weiden)
Region (rs). Nachdem der Großteil der Vorstellungen von "Valentin & Karlstadt – ernst gemeint!" in der Regionalbibliothek Weiden ausverkauft war, gibt es für alle, die den heiteren Abend verpasst haben, eine zweite Chance. In den nächsten Monaten wird die Szenenrevue unter Regie von Christian Hofmann auf Tour gehen. So macht das Ensemble am 2. und 3. August auch auf der BurgWaldeck Station.Weitere Vorstellungen sind am 10. August in Speinshart und am 4. August in Burgtreswitz.
Montag, 30. Januar 2012
Vom tieferen Ernst nervender Lümmelfilme
(Der neue Tag - www.oberpfalznetz.de)
Gelungene "Theo Lingen"-Musikkomödie mit Ilja Richter – Fünf Vorhänge in der Max-Reger-Halle
Von Tobias Schwarzmeier
Weiden. Hinter dem uns so vertrauten, leicht überzeichneten, Lächeln verbirgt sich ein Rätsel. Theo Lingen drehte über 200 Filme und gilt als einer der großen deutschen Schauspieler des vergangenen Jahrhunderts. Doch wer ist der Mann hinter der Maske? Tilmann von Blombergs musikalische Komödie "Theo Lingen – Komiker aus Versehen" versucht das Geheimnis zu lüften und muss dabei scheitern – aber in einer großartigen Art und Weise.
Brot fürs Spielen
Ein Musical-Autor (Arrangeur und Pianist: Daniel Große Boymann) soll über Nacht eine Show über den UFAStar schreiben und verzweifelt. Denn es geht hier nicht um einen extrovertierten, getriebenen Mimen, vielmehr um jemanden, der das Schauspiel als rein technische, akribische Angelegenheit ansieht. Um einen gewissen Franz Theodor Schmitz, der sein Privatleben hinter der Kunstfigur "Theo Lingen" verbirgt. Kurz: Ein dramaturgischer Alptraum und kaum Stoff für eine abendfüllende Künstlerbiographie. Wäre da nicht der besondere unterkühlte Charme und Humor, der Jahrzehnt um Jahrzehnt schadlos übersteht.
Plötzlich sitzt Lingen (Ilja Richter) mit preußisch-reservierter Sitzhaltung und leicht tadelndem Blick da und beginnt, aus seinem Leben zu erzählen. Von der "Bauchentscheidung" Schauspieler zu werden (während der Inflation der 20er Jahre wurde die Gage in Lebensmitteln ausbezahlt) über Operetten-Irrungen eines ernsthaften Mimen bis hin zur NSZeit. Die intelligente, kurzweilige Inszenierung in der Max-Reger-Halle auf Einladung des Landestheaters Oberpfalz wird zur fließenden Traumsequenz, in der die Episoden mit der Rahmenhandlung und stimmigen Liedern verschmelzen.
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